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Altersbedingte Makuladegeneration

Diese Seite informiert Sie √ľber die Krankheit „Altersbedingte Makuladegeneration„, kurz AMD genannt.

  • Wie entsteht die Erkrankung?
  • An welchen Symptomen kann man die Krankheit erkennen?
  • Welche Folgen hat die Krankheit f√ľr das Leben.
  • Und wie kann man die Makuladegeneration behandeln. Welche Therapien gibt es?
  • die erg√§nzende naturheilkundliche Therapie u.a. mit der Augenakupunktur nach Boel.

Welche Formen der Erkrankung gibt es?

Trockene Makuladegeneration

Die trockene Makuladegeneration ist die h√§ufigste Form der Makuladegeneration. Ab ca. dem 70 Lebensjahr ist etwa jeder 5 Bundesb√ľrger betroffen.

Feuchte Makuladegeneration

Die feuchte Makuladegeneration entsteht meist aus der trockenen Form und kann durch Einblutungen und Wasseransammlungen in der Netzhaut sehr schnell zur Sehbehinderung bis zum v√∂lligen Ausfall des zentralen scharfen Sehens f√ľhren.

Juvenile Makuladegeneration

Juvenile Makuladegeneration


Die juvenilen, d.h. jugendlichen, Formen der Makuladegeneration sind selten und gehören nicht zur altersbedingten Makuladegeneration. Sie sollen hier nur der Vollständigkeit halber genannt werden.

Wie sieht ein Mensch mit Makuladegeneration?


Das Copyright f√ľr diesen Film liegt bei „Woche des Sehens„.

Ursachen

Die Ursache der Altersbedingten Makuladegeneration ist nicht bekannt. Man weiß, dass sie bei älteren Menschen viel häufiger vorkommt, und dass Rauchen das Risiko deutlich erhöht.
Die feuchte Makuladegeneration entsteht (meist) aus der trockenen Form.

Symptome

  • Es kommt zu einer massiven Sehbehinderung
  • Das scharfe Sehen geht verloren, d.h. Lesen wird unm√∂glich.
  • Schlie√ülich droht eine Form der Erblindung.
  • Wellensehen ist typisch, d.h. gerade Linien erscheinen gewellt (siehe Amsler-Gitter)
  • bei der feuchten Makuladegeneration kann es zu Einblutungen und damit einem pl√∂tzlichen Sehverlust kommen

Therapie und Behandlung

Zur Therapie der Trockenen Makuladegeneration gibt es keine schulmedizinisch-wissenschaftlich anerkannte Behandlung. Über die naturheilkundlichen Behandlungsmöglichkeiten bei trockener Makuladegeneration informiert Sie diese Webseite.
Die feuchte Makuladegeneration hingegen kann sehr effektiv mit Spritzen in den Augapfel behandelt werden. Die naturheilkundliche Behandlung ist bei der feuchten Makuladegeneration weitgehend identsich mit der Behandlung der trockenen Form.

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Eine Erkrankung des Alters

Wie der Name „Altersbedingte Makuladegeneration“ sagt, ist es ist es eine Erkrankung des √§lteren Menschen. Nach einer k√ľrzlich ver√∂ffentlichten Studie, kann man Anzeichen dieser Erkrankung schon in der Altersgruppe von 35-44 Jahren in ca. 3% der F√§lle nachweisen. Trotzdem: es ist eine Augenerkrankung, die h√§ufiger wird, wenn der Mensch √§lter wird. So haben die 75-84-j√§hrigen in ca. 25% diese Erkrankung, bei den √ľber 85-j√§hrigen ca. 33%.

Eine häufige Erkrankung

Man schätzt, dass ca. 1-3 Millionen Menschen in Deutschland an dieser Erkrankung leiden, bzw. dass man bei diesen Menschen diese Erkrankung diagnostizieren kann.

Eine lange tr√ľgerische Entwicklung

Die trockene Makuladegeneration entwickelt sich √ľber einen langen Zeitraum, √ľber 1-2 Jahrzehnte. Und sie macht auch lange keine wesentlichen Beschwerden. Gut, man sieht etwas schlechter, aber man ist ja schon alt, und braucht halt eine Brille. Doch irgendwann hilft die Brille nicht mehr. Man kann trotz Brille immer schlechter lesen, kann keine Gesichter mehr erkennen.

Um selbstständig zu bleiben, muss man scharf sehen können

Den allermeisten Menschen ist es wichtig, auch im Alter noch solange wie möglich selbstständig bleiben zu können. Nicht auf Hilfe angewiesen zu sein.

Und genau das ist im fortgeschrittenen Stadium der Makuladegeneration ganz schwierig. Man kann nicht mehr lesen, auch nicht mit Brille. Lange Zeit kann eine Lupe noch helfen. Man kann Gesichter nicht mehr erkennen, und erkennt die Menschen nur noch an der Stimme. Treppen gehen wird schwierig, weil man die Stufen nicht mehr sieht. Und so weiter.

Nicht wirklich blind, aber…

Mit einer Makuladegeneration wird man nicht richtig blind. Die Umgebung kann man noch gut wahrnehmen, man kann sich noch gut im Raum orientieren. Nur scharf sehen, etwas focussieren, das geht nicht mehr. In ganz ausgeprägten Fällen sehen die Menschen in der Mitte des Sehfeldes nur noch einen grauen oder schwarzen Fleck.

Die Makula; ein bischen Anatomie

Die Makula lutea, gelber Fleck ist ein Teil der Netzhaut, und liegt an der hinteren Augenwand. Sie ist wenige Millimeter groß und dient dem scharfen Sehen. Wenn die Makula gestört ist, dann ist es nicht mehr möglich zu lesen oder Gesichter zu erkennen.

Im Gegensatz zum Rest der Netzhaut wird die Makula lutea, gelber Fleck nur von hinten von der dahinterliegenden Aderhaut durch Diffusion ernährt. Und auf diesen Weg von den Blutgefäßen der Aderhaut(Choroidea) zur Makula können sich im Laufe des Lebens Ablagerungen bilden, die sogenannten Drusen.

Es gibt 2 Formen der Makuladegeneration

Die Krankheit beginnt mit Stoffwechselablagerungen, den Drusen, hinter der Netzhaut. Diese schränken das Scharf-Sehvermögen, den Visus, im Laufe der Zeit stark ein.

Der Visus: mit dem Visus bezeichnet man die F√§higkeit scharf zu sehen. Das ist nat√ľrlich wichtig um die Zeitung zu lesen oder auch um Gesichter zu erkennen. Ein Visus von 1,0 gilt als normal, jedoch sehen manche Menschen auch noch deutlich besser, und haben einen Visus von z.B. 1,3. Der Augenarzt kann den Visus mit Sehtafeln oder √§hnlichen Vorrichtungen messen. Bei einem Visus von 0,3 ist das Sehen schon deutlich eingeschr√§nkt. Der Visus h√§ngt unter anderem von der Makula ab, da dieses Netzhautstelle f√ľr das „Scharfsehen“ zust√§ndig ist.

Dieses Stadium der trockenen Makuladegeneration verl√§uft meist √ľber viele Jahre.

  • √úbergang zur feuchten Makuladegeneration

Wenn der Sauerstofftransport zur Netzhaut durch die Drusen dann schlie√ülich stark eingeschr√§nkt ist, schreien die Sehzellen der Makula um Hilfe. Das machen sie nat√ľrlich nicht laut, sondern indem sie bestimmte Botenstoffe aussenden, die die Adern in der Aderhaut zum schnellen Wachstum nach vorne und durch die Stoffwechselablagerungen hindurch anregen. Diese Botenstoffe hei√üen VEGF (vascular endothelial growth factor). Dummerweise sind diese neugebildeten Gef√§√üe nicht ganz dicht. „Pfusch am Bau“ k√∂nnte man sagen. Es kann pl√∂tzlich zu Einblutungen und Wassereinlagerungen (Makula√∂dem) in die Netzhaut kommen. Jetzt ist die Erkrankung in das n√§chste Stadium √ľbergegangen.

  • Feuchte Makuladegeneration

Die feuchte Makuladegeneration entsteht meist aus einer trockenen Makuladegeneration. In diesem Stadium haben sich neue und undichte Gef√§√üe gebildet, und es kann pl√∂tzlich zu Einblutungen und Wassereinlagerungen (Makula√∂dem) in die Netzhaut kommen. Dadurch kann das Sehverm√∂gen binnen k√ľrzester Zeit massiv eingeschr√§nkt werden. Diese Einblutungen k√∂nnen vom K√∂rper wiederaufgenommen und resorbiert werden. Aber nach mehreren Einblutungen kann es zu Vernarbungen kommen. Und da die Makula nur ca. 0,5-2mm im Durchmesser mi√üt, k√∂nnen auch schon kleinere Blutungen massive Folgen haben.

Als 3. und letztes Stadium kann man noch das

  • Narbenstadium

benennen. Hier ist die Makula vernarbt, die Sehzellen sind tot. Der Patient sieht nur noch einen schwarzen Fleck in der Sehfeldmitte.

Augenärztliche Therapie

Dank der modernen Spritzentherapie, die seit ca. 2006 verbreitet ist, kommt es heute nur noch selten zum 3. Stadium, dem Narben-Stadium. Wenn die Netzhaut vernarbt ist, ist derzeit keine Therapie möglich. Evtl. kommt in Zukunft die Implantation von lichtempfindlichen Mikrochips in Frage, das ist derzeit aber noch Zukunftsmusik.

Bei der Feuchten Makuladegeneration kann man mit der etablierten augen√§rztlichen Spritzentherapie den Krankheitsprozess in den allermeisten F√§llen stoppen. Hierbei werden nach einer Bet√§ubung Arzneimittel in den Glask√∂rper des Auges gespritzt. Diese Arzneimittel verteilen sich dann im Auge und gelangen so auch zur Netzhaut und zur Aderhaut. Dort fangen sie sog. Gef√§√üwachstumsfaktoren ab und bewirken so eine R√ľckbildung der neugebildeten und undichten Blutgef√§√üe. Dadurch nimmt dann das Risiko von Einblutungen und Wasseransammlungen (Makula√∂dem) ab. Diese Spritzentherapie (IVOM genannt) wird alle 4-6 Wochen vorgenommen. Oft werden 3 Spritzen verabreicht, dann der Erfolg kontrolliert und danach entschieden wie weitergemacht wird.

Bei der Trockenen Makuladegeneration sieht es nicht ganz so gut aus, da kann die Augenheilkunde derzeit „nur“ Vitamine und Lutein anbieten. Die Betroffenen bekommen meist nur zu h√∂ren: „Da kann man nichts machen“, „Das m√ľssen wir regelm√§√üig kontrollieren“. Die Unterst√ľtzung mit bestimmten Vitaminen und Lutein ist meiner Meinung nach sinnvoll.

In den letzten Jahren wurden zum Thema „Vitamine und Mineralstoffe bei Makuladegeneration“ mehrere gro√üe Studien aufgelegt. Die bekanntesten Studien sind die AREDS und AREDS2 und die LUTEGA.

Naturheilkundliche Begleittherapie

Ich schreibe ganz absichtlich „Begleittherapie“, da die Naturheilkunde bei der Altersbedingten Makuladegeneration die konventionelle Augenheilkunde nicht ersetzen kann und will. Gerade bei der Feuchten Makuladegeneration ist die Injektionstherapie das unumstrittene Mittel der Wahl. Trotzdem kann man zus√§tzlich naturheilkundlich arbeiten, mit dem Ziel, den Gesundheitszustand der Menschen zu verbessern.

Bei der Trockenen Form, bei der es keine erfolgversprechende etablierte Therapie gibt, kann nach meiner Einsch√§tzung, eine naturheilkundliche Therapie und speziell die Augenakupunktur nach Boel, den Betroffenen oft helfen. Das Ziel der Akupunktur-Behandlung ist in diesem Fall den Fortschritt der Erkrankung zu verlangsamen oder sogar zu Stillstand zu bringen. Nicht wenige Patienten berichten sogar √ľber eine Verbesserung des subjektiven Sehens.

Da die Therapie der beiden Erkrankungsformen sehr unterschiedlich ist, finden Sie weitere Informationen auf Unterseiten.

Hier finden Sie eingehendere Informationen zur Trockenen Makuladegeneration, zur Feuchten Makuladegeneration und zu den Themen Ablauf der Augenakupunktur sowie Kosten der Augenakupunktur.

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